Der Mercedes EQA ist ab sofort nicht mehr konfigurierbar, da die Produktion für das kompakte Elektro-SUV ausläuft.

Mercedes-Benz hat die Annahme von Neubestellungen für den EQA eingestellt. Das kompakte SUV, das im Jahr 2025 mit fast 10.000 verkauften Einheiten das erfolgreichste Elektroauto der Marke in Deutschland war, ist nicht mehr im Online-Konfigurator gelistet.

Produktionsende und Restbestände

Der Mercedes EQA ist ab sofort nicht mehr individuell konfigurierbar. Im Werk Rastatt werden derzeit lediglich noch bestehende Kundenbestellungen abgearbeitet. Auf der offiziellen Website des Herstellers werden aktuell nur noch wenige Bestandsfahrzeuge angeboten, primär in der reichweitenstarken Variante EQA 250+.

Das Modell wurde im Frühjahr 2021 eingeführt und erhielt im Herbst 2023 eine Modellpflege. Im Gegensatz zu den dedizierten Elektro-Plattformen von EQE und EQS basierte der EQA auf der Verbrenner-Architektur des Mercedes GLA der zweiten Generation.

Technische Eckdaten zum Auslauf

Zum Ende des Produktlebenszyklus wurde das Angebot auf eine Batteriegröße mit einem Netto-Energiegehalt von 70,5 kWh konzentriert. Die Antriebspalette umfasste den EQA 250+ mit Frontantrieb (140 kW) sowie die Allradvarianten EQA 300 4Matic (168 kW) und EQA 350 4Matic (215 kW).

Während das Fahrzeug mit einem WLTP-Verbrauch ab 14,4 kWh/100 km und einer maximalen Reichweite von bis zu 561 km wettbewerbsfähig blieb, lag die DC-Ladeleistung mit maximal 100 kW unter dem Durchschnitt des Segments. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent Kapazität dauerte unter optimalen Bedingungen rund 35 Minuten.

Ausblick auf den Nachfolger

Die Ablösung des Modells ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Der Nachfolger wird voraussichtlich als GLA mit EQ-Technologie vermarktet und basiert auf der neuen Mercedes Modular Architecture (MMA). Diese Plattform wird auch für den kommenden CLA EQ genutzt und ist primär für elektrische Antriebe optimiert, kann jedoch auch Hybrid-Antriebe aufnehmen. Konkrete Details zu Preisen oder technischen Spezifikationen des Nachfolgers liegen noch nicht vor.

Дмитрий Котов
Dmitro Kotov