Im Rahmen des Investor Day 2026 hat der südkoreanische Automobilhersteller Kia seine globale Strategie bis zum Jahr 2030 präsentiert. Das Unternehmen plant ein deutliches Absatzwachstum auf jährlich 4,13 Millionen Einheiten sowie eine Diversifizierung des Antriebsportfolios.
Absatzziele für den europäischen Markt
Bis zum Ende des Jahrzehnts strebt Kia in Europa einen jährlichen Absatz von 746.000 Fahrzeugen an. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Planung ist die Elektrifizierung: Der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge soll in Europa bis 2030 auf 66 % steigen. Als zentrale Neuheiten für den europäischen Markt nennt der Hersteller den EV4 sowie ein für 2027 angekündigtes Einstiegsmodell im Kleinwagensegment, das voraussichtlich unter der Bezeichnung EV1 geführt wird. Zusätzlich ist ein neues kompaktes SUV geplant.
Erweiterung des Hybrid-Angebots
Neben der Elektro-Offensive setzt Kia weiterhin auf Hybrid-Technologien. Insbesondere Vollhybride sollen eine wichtige Rolle spielen. Für Europa ist die Einführung des Kia Seltos vorgesehen, der sowohl mit einem 1,6-Liter-Turbobenziner als auch mit einem Hybridantrieb verfügbar sein wird. Auf globaler Ebene plant Kia die Einführung von 13 neuen Hybrid-Modellen. Diese umfassen neben Vollhybriden und Plug-in-Hybriden auch EREV-Konzepte (Extended Range Electric Vehicle). Zudem sollen neun neue Modelle mit reinem Verbrennungsmotor auf den Markt kommen, darunter ein Pick-up mit Leiterrahmen.
Nutzfahrzeuge und autonomes Fahren
Das Angebot an leichten Nutzfahrzeugen der PBV-Familie (Platform Beyond Vehicle) wird sukzessive ausgebaut. Dem bereits bekannten PV5 folgen im Jahr 2027 der PV7 und 2029 der PV9. Technologisch fokussiert sich Kia auf die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens in Zusammenarbeit mit NVIDIA. Die Strategie basiert auf einer weltweiten Standardisierung von Sensoren und Systemen sowie dem sogenannten „Data Flywheel“-Prinzip. Dabei werden anonymisierte Nutzerdaten verwendet, um die Fahrfunktionen durch KI-Modellierung kontinuierlich zu optimieren.