Nissan unterstützt eine Robbenstation im Norden Schottlands mit einem speziell umgebauten Qashqai e-Power. Das Fahrzeug wurde für den Einsatz an unwegsamen Küstenabschnitten angepasst, um verletzte oder verwaiste Tiere zu bergen und zu transportieren.
Die Initiative und das Einsatzgebiet
Das Projekt ist Teil der Initiative „e-Powering Britain’s Heroes“, mit der Nissan Organisationen in strukturschwachen oder geografisch anspruchsvollen Regionen unterstützt. Empfänger des Fahrzeugs ist das „Caithness Seal Rehabilitation and Release“-Zentrum nahe John O’Groats. Die Organisation betreut einen Küstenstreifen von rund 300 Kilometern zwischen Ullapool und Tain. Seit der Gründung im Jahr 2022 wurden dort bereits mehr als 130 Robben versorgt.
Technische Modifikationen für den Küsteneinsatz
Als Basis dient der Qashqai in der Ausstattungslinie N-Connecta. Um den Anforderungen an den Küstenschutz gerecht zu werden, wurden spezifische Anpassungen vorgenommen. Dazu gehören Ganzjahresreifen für eine verbesserte Traktion auf rutschigen Rampen oder unbefestigten Wegen sowie eine wasserfeste Auskleidung des Kofferraums für den sicheren Tiertransport. Zusätzliche Dachträger dienen dem Transport von Rettungsnetzen und Tragen. Das Fahrzeug ist zudem mit einer Anhängerkupplung, Notfallbeleuchtung und einer speziellen Beklebung ausgestattet.
Foto: Nissan
Vorteile des e-Power-Antriebs
Der Antrieb erfolgt über das e-Power-System von Nissan. Dabei treibt ein Elektromotor die Räder an, während ein Benzinmotor als Generator zur Stromerzeugung dient. Laut Hersteller ermöglicht dies eine hohe Reichweite von bis zu 1.250 Kilometern bei einem Kraftstoffverbrauch von rechnerisch ca. 4,4 l/100 km (22,7 km/l). Für den Einsatz in der Tierrettung ist vor allem die geringe Geräuschentwicklung des Elektroantriebs relevant, da dies den Stresspegel der transportierten Tiere im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren senkt.