Xiaomi eröffnet einen Entwicklungsstandort in München und holt erfahrene Ingenieure von deutschen Premium-Marken für die globale Expansion an Bord.

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Xiaomi hat ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München eröffnet. Der Standort dient der Vorbereitung des geplanten Markteintritts in Europa im Jahr 2027.

Fokus auf Premium-Segment und Performance

Xiaomi-CEO Lei Jun gab die Eröffnung während der Beijing Auto Show bekannt. Das Zentrum in München beschäftigt rund 50 Mitarbeiter und konzentriert sich auf die Bereiche Fahrzeugdynamik, Design und Hochleistungstechnologien. Die Leitung übernimmt Rudolf Dittrich, ein ehemaliger BMW-Manager, der unter anderem für das M4 GT3-Projekt verantwortlich war. Das Team besteht zu einem großen Teil aus Ingenieuren und Designern mit Erfahrung bei Marken wie BMW, Porsche, Mercedes-Benz und Lamborghini.

Ядро команди Xiaomi в МюнхеніFoto: Xiaomi

Erstes Modell mit europäischer Beteiligung

Das erste Fahrzeug, an dem das Münchner Team maßgeblich beteiligt ist, ist der YU7 GT. Dabei handelt es sich um eine Performance-Variante des SUV-Modells YU7. Laut Herstellerangaben soll der YU7 GT Ende Mai vorgestellt werden. Das Modell verfügt über eine Leistung von 990 PS sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Xiaomi positioniert sich damit im Premium- und Hochleistungssegment. Günstige Einstiegsmodelle unterhalb von umgerechnet etwa 12.800 Euro (13.800 US-Dollar) schloss das Unternehmen für die Zukunft aus.

Markteintritt in Europa für 2027 geplant

Die Eröffnung des Standorts in Deutschland ist Teil der globalen Expansionsstrategie von Xiaomi. Der offizielle Verkaufsstart in Europa ist für das Jahr 2027 vorgesehen, wobei Deutschland voraussichtlich der erste Zielmarkt sein wird. Aktuell vertreibt Xiaomi seine Fahrzeuge ausschließlich in China. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen dort über 400.000 Einheiten aus, für das Jahr 2026 wird ein Absatzziel von 550.000 Fahrzeugen angestrebt. Das Münchner Zentrum soll den Zugriff auf europäisches Ingenieurswissen sichern, um im Wettbewerb mit etablierten Premium-Herstellern zu bestehen.

Дмитрий Котов
Dmitro Kotov