Skoda gibt das Rätselraten auf: Der Epiq feiert am 19. Mai 2026 in Zürich seine Weltpremiere. Das Kompakt-SUV auf MEB+-Basis kostet in Deutschland voraussichtlich rund 26.000 Euro – auf Augenhöhe mit dem bisherigen Bestseller Kamiq. Damit rückt der Volkswagen-Konzern gezielt in ein Segment vor, das durch Renault 4 E-Tech und Ford Puma Gen-E gerade neu definiert wird.
Plattform, Antrieb und Reichweite
Der Epiq teilt seine Architektur mit dem VW ID.Polo und dem Cupra Raval. Alle drei setzen auf Frontantrieb – was die Produktionskosten senkt und gleichzeitig mehr Platz für den Laderaum schafft. Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Das Topmodell sprintet in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Skoda Epiq – Interieur-Teaser vor der Weltpremiere am 19. Mai 2026 in Zürich
Beim Akku gibt es zwei Optionen: Die Basisvariante kommt mit einem 37-kWh-LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) auf rund 315 km nach WLTP-Standard (EU-Reichweitentest). Wer mehr Reichweite braucht, wählt den 52-kWh-NMC-Akku mit bis zu 430 km WLTP. DC-Schnellladen gelingt mit bis zu 133 kW Spitzenleistung; der NMC-Akku lädt von 10 auf 80 Prozent in rund 23 Minuten, der LFP-Akku in etwa 28 Minuten. Geladen wird per CCS2.
Maße, Innenraum und Preis
Mit 4.171 mm Länge und 1.620 mm Höhe positioniert sich der Epiq klar als Nachfolger des Kamiq. Der Kofferraum fasst 475 Liter – bei umgeklappter Rücksitzlehne bis zu 1.344 Liter. Das übertrifft den Renault 4 (420 Liter) deutlich und sticht in der Klasse heraus.
Im Cockpit setzt Skoda auf einen 5,3-Zoll-Instrumentenbildschirm kombiniert mit einem 13-Zoll-Touchscreen. Physische Tasten unterhalb des Displays und Lenkrad-Scrollräder sind erhalten geblieben – ein bewusster Schritt gegen die reine Touch-Bedienung vieler Wettbewerber.
Der Einstiegspreis wird auf etwa 26.000 Euro erwartet, basierend auf dem Schwestermodell VW ID.Polo, das in Deutschland ab 24.995 Euro startet – laut VW Newsroom. Einen staatlichen Umweltbonus gibt es seit Dezember 2023 nicht mehr. Für Dienstwagenfahrer bleibt jedoch die 0,25-Prozent-Regelung bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils für Elektrofahrzeuge bis 70.000 Euro Bruttoliste attraktiv. Dazu entfällt die Kfz-Steuer für Neuzulassungen auf Elektroantrieb für zehn Jahre.
Marktstart und Wettbewerb
Die Produktion läuft im spanischen Pamplona an; Auslieferungen sind ab dem zweiten Halbjahr 2026 geplant. Im Volumensegment trifft der Epiq auf den ID.Polo, den Cupra Raval (ebenfalls MEB+), den Renault 4 E-Tech sowie den Ford Puma Gen-E. Genaue Trimbezeichnungen und regionale DACH-Preise bestätigt Skoda voraussichtlich zur Premiere – berichtet Electrek.