BMW hat auf der 106. Hauptversammlung am 13. Mai 2026 erste Teaserbilder des nächsten 3er Touring gezeigt. Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse persönlich erklärte, warum BMW am klassischen Kombi festhält – trotz eines europäischen Marktes, den zunehmend SUV dominieren. Für Familien- und Flottenkundschaft bleibt die Karosserieform laut interner Marktanalyse unverzichtbar.
Elektro und Verbrenner parallel
Der elektrische BMW i3 Touring (interner Code: NA1) ist offiziell bestätigt. Die Produktion startet ab der zweiten Hälfte 2027 im Münchener Stammwerk, gemeinsam mit dem i3 Sedan. Deutlich spannender für viele DACH-Kunden: BMW plant offenbar auch einen Verbrenner-Kombi. Der G51 3er Touring mit Benzin- und Dieselmotoren soll ab 2027/28 im Werk Dingolfing vom Band laufen – bislang allerdings noch nicht offiziell von BMW bestätigt, sondern als „nahezu sicher" eingestufte Planung.
BMW 3 Series Touring: Teasersilhouette vom 106. Aktionärstreffen im Mai 2026 – Elektro und Verbrenner sind parallel in Entwicklung.
Produktchef Bernd Körber hatte bereits zuvor betont, dass die meisten BMW-Modelle künftig mehrere Antriebsoptionen erhalten werden. Zipse untermauerte das bei seiner Rede, indem er ausdrücklich vom „3 Series Touring" sprach – nicht nur vom i3 Touring. Die Botschaft: kein Abschied vom Verbrenner-Kombi, zumindest nicht kurzfristig.
Symbolischer Fabrikwechsel in München
Parallel dazu zieht der neue Verbrenner-Sedan der 3er-Reihe um. Der G50 wird ab November 2026 nicht mehr in München, sondern in Dingolfing gefertigt – zum ersten Mal seit über 50 Jahren verlässt ein Verbrenner-3er damit das Münchener Werk. München selbst konzentriert sich künftig auf die Elektromodelle, womit der i3 Touring die Verbindung zum Stammwerk indirekt aufrechterhält.
Der G50 Sedan soll in den kommenden Monaten offiziell vorgestellt werden, Serienstart ist für Ende 2026 geplant. Der Touring folgt nach BMW-Tradition rund ein Jahr später – also frühestens Ende 2027 oder 2028.
Relevanz für DACH: Flottenleasing und Privatkundschaft
Für den deutschen, österreichischen und Schweizer Markt bleibt der 3er Touring ein Kernsegment. Flottenbetreiber und Dienstwagenfahrer profitieren beim elektrischen i3 Touring von der 0,25-Prozent-Regelung bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils – ein handfester Vorteil gegenüber Verbrenner-Dienstwagen. Der Verbrenner-G51 bedient Käufer, die auf Ladenetz und Reichweite noch nicht vollständig vertrauen wollen.
Preise und konkrete Motorisierungen hat BMW bislang nicht kommuniziert. Wer auf den neuen Touring wartet, muss sich noch gedulden – doch dass er kommt, scheint sicherer denn je, wie BMWBLOG: Touring bleibt – Zipse erklärt warum und autoua.net: BMW i3 Touring München-Produktion übereinstimmend berichten.