Südkoreas meistverkaufte Limousine hat ein Facelift bekommen – doch für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert sich damit nichts. Der Hyundai Grandeur der siebten Generation, der im November 2022 debütierte, wurde nie für den DACH-Markt angekündigt. Das April-2026-Update macht das Fahrzeug technisch interessanter, an seiner regionalen Nichtverfügbarkeit ändert es aber nichts.
Neues Gesicht, bekannte Motoren
Außen fällt vor allem die überarbeitete Front auf. Hyundai nennt den neuen Stil „Shark Nose": Der LED-Lichtstreifen wurde schmaler, die Scheinwerfer kleiner, und Kühlergrill sowie Lufteinlässe sind nun in einem gemeinsamen Block vereint. Die Fahrzeuglänge wächst um 15 mm auf 5.050 mm. Neue Felgendesigns und ein neuer Farbton namens Artistic Burgundy – in glänzend oder matt – ergänzen das Angebot. Hinten wurden die Blinker in den durchgehenden LED-Streifen integriert.
Die Motorenpalette bleibt unverändert: Ein 2,5-Liter-Saugbenziner leistet 198 PS, ein 1,6-Liter-Turbohybrid kommt auf 240 PS, und das Topmodell trägt einen 3,5-Liter-V6-Saugmotor mit 300 PS – optional mit Allradantrieb.
Interieur auf Genesis-Niveau
Das auffälligste Innenraumupdate ist ein neues 17-Zoll-Display, das Infotainment und Klimasteuerung vereint. Das System heißt Pleos Connect, läuft auf Android Automotive OS und unterstützt Drittanbieter-Apps. Hinzu kommt ein KI-Sprachassistent namens Gleo. Physische Tasten für Kernfunktionen bleiben dennoch erhalten – ein Punkt, den viele Käufer heute schätzen.
Die Belüftungsdüsen sind jetzt in der Armaturentafel verborgen; Richtung und Intensität werden über den Touchscreen geregelt. Gehobene Ausstattungslinien bieten Ergo-Motion-Sitze, Belüftung, versenkbare Rücksitze, Dreizonen-Klimaanlage, ein Bose-Audiosystem und sogar einen integrierten Luftreiniger. Holzdekor, Nappa-Leder und Ambientebeleuchtung rücken den Grandeur optisch nah an die konzerneigene Premiummarke Genesis heran.
Preise und Markteinordnung
In Südkorea startet der überarbeitete Grandeur bei umgerechnet rund 28.000 US-Dollar; die Topversion „Black Ink" mit V6, Allrad und voller Ausstattung kostet etwa 43.000 US-Dollar – und übertrifft damit bereits Einstiegspreise des Genesis G80 auf dem Heimatmarkt. Das zeigt, wohin Hyundai die Modellreihe lenkt: weg vom Volumensegment, hin zum Premium.
Wer in der DACH-Region eine große Limousine aus dem Hyundai-Konzern sucht, wird weiterhin auf Genesis verwiesen – den G80 oder G90. Der Grandeur selbst bleibt ein exklusives Angebot für Südkorea und den Nahen Osten.