Der neue Skoda Epiq startet im September 2026 auf der MEB+-Plattform – drei Leistungsvarianten, LFP- und NMC-Akku, und ein Einstiegspreis auf Augenhöhe mit dem VW ID. Polo.

Skoda bringt mit dem Epiq sein kompaktestes Elektro-SUV auf den Markt. Ab September 2026 können Käufer in Deutschland das 4,17 Meter kurze Modell bestellen – der Einstiegspreis liegt bei €25.900. Damit trifft der Epiq direkt auf Renault 4 und VW ID. Polo im hart umkämpften Kompaktsegment.

Drei Varianten, zwei Akkutypen

Der Epiq teilt sich die MEB+-Plattform mit dem VW ID. Polo, dem ID. Cross und dem Cupra Raval. Skoda bietet drei Ausstattungsstufen an: den Epiq 35 mit 85 kW (114 PS) und 50 kW DC-Laden, den Epiq 40 mit 99 kW (133 PS) und 90 kW DC sowie den Epiq 55 mit 155 kW (208 PS) und bis zu 133 kW DC-Laden.

Die Basisversionen 35 und 40 nutzen einen 37 kWh großen LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) und kommen nach dem WLTP-Zyklus (europäischer Normverbrauchstest) auf rund 315 km. Der Epiq 55 bekommt eine 51,7 kWh große NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt) und erreicht bis zu 440 km nach WLTP. Die Spitzenvariante lädt von 10 auf 80 Prozent in etwa 23 Minuten. Alle Versionen unterstützen 11 kW Wechselstrom-Laden; die Ladebuchse folgt dem CCS2-Standard.

Praktisch ausgestattet, bewusst konservativ

Das Cockpit setzt auf einen 5,3-Zoll-Instrumententräger und einen zentralen 12,9-Zoll-Touchscreen – ergänzt durch physische Tasten und Lenkradregler, die Skoda bewusst beibehalten hat. Im Türfach steckt ein Regenschirm ab Werk, der Eiskratzer besteht aus Recyclingmaterial: typische Skoda-„Simply Clever"-Details.

Der Kofferraum fasst zwischen 475 und 1.344 Liter, dazu gibt es einen kleinen Frunk für das Ladekabel. Die Federung vorn arbeitet mit MacPherson-Federbeinen, hinten mit einer Verbundlenkerachse – eine bewusste Kostenkalkulation, die den Einstiegspreis ermöglicht.

Neues Design, erstes Modell mit Modern Solid

Der Epiq ist das erste Skoda-Serienmodell in der neuen Designsprache „Modern Solid". Markantes Merkmal sind T-förmige Tagfahrlichter sowie acht aktive Luftklappen an der Front, die den Luftwiderstand reduzieren. Felgen gibt es in den Größen 17 bis 19 Zoll, die Topversion First Edition rollt auf 20-Zöllern und kostet €32.100.

Förderung und Wettbewerb

Der Bundesumweltbonus lief im Dezember 2023 aus; eine staatliche Förderung für den Epiq ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesichert. Käufer sollten regionale Programme und mögliche künftige Bundesregelungen im Blick behalten. Ohne Förderung positioniert sich der Epiq dennoch als einer der günstigsten Elektro-SUVs im deutschen Markt – knapp unter dem VW ID. Polo und auf Augenhöhe mit dem Renault 4. Ob später eine RS-Variante folgt, lässt Skoda noch offen.

Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)