Ab August 2026 steigert ein AU$4.000-Paket die Nutzlast des Hilux um bis zu 435 kg – doch im DACH-Raum spielt das Pick-up-Segment nach anderen Regeln.

Toyota Australien bringt ab August 2026 ein werkseitiges GVM-Upgrade (GVM = zulässiges Gesamtgewicht) für ausgewählte Hilux-Varianten auf den Markt. Das AU$4.000 teure Paket hebt die maximale Nutzlast auf bis zu 1.525 kg – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem bisherigen Wert. Für den DACH-Markt ist das Upgrade jedoch ohne unmittelbare Relevanz: Der Hilux wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht verkauft.

Verstärkte Achsen, neue Dämpfer

Toyota hat die Hinterachsaufhängung des Hilux überarbeitet. Längere Einrohr-Stoßdämpfer heben die Bodenfreiheit um etwa 10 mm an. Zusätzlich wurden das Chassis verstärkt und die zulässigen Achslasten erhöht: Die Vorderachse trägt nun 100 kg mehr, die Hinterachse 280 kg mehr.

Je nach Ausstattungsvariante wächst die legale Zuladung damit um 372 bis 435 kg. Die sechs förderfähigen Varianten – von WorkMate bis SR5 – sind ausschließlich als Doppelkabine mit 2,8-Liter-Turbodiesel und Automatikgetriebe erhältlich, wahlweise mit oder ohne 48-Volt-Mildhybrid. Versionen mit Schaltgetriebe sowie Lifestyle-Varianten wie Rogue oder Rugged X sind vom Upgrade ausgeschlossen.

Lücke zum Ford Ranger Super Duty bleibt

Trotz des Zuwachses bleibt der aufgerüstete Hilux hinter dem Ford Ranger Super Duty zurück, der in Australien bereits eine Nutzlast von 1.825 bis 1.982 kg erreicht. Noch deutlicher ist der Abstand beim Anhängen: Der Hilux kommt weiterhin auf maximal 3.500 kg Anhängelast, der Ranger Super Duty auf 4.500 kg. In Australien kostet der Super Duty zwischen AU$83.000 und AU$100.000 – deutlich mehr als der aufgerüstete Hilux SR5 mit rund AU$70.000.

Das Werkspaket positioniert Toyota bewusst gegen Nachrüst-Anbieter wie EFS oder Ironman 4×4, die ähnliche Nutzlast-Zugewinne bereits anbieten. Der Vorteil des Toyota-Pakets: Es erhält die fünfjährige Werksgarantie und bleibt kompatibel mit allen serienmäßigen Sicherheitssystemen.

Kein Thema für den DACH-Markt

Im deutschsprachigen Raum wird der Hilux nicht angeboten. Das kommerzielle Pick-up-Segment bedienen hier VW Amarok, Ford Ranger und Mercedes-Benz X-Klasse. Wer schwere Nutzlasten benötigt, greift hierzulande eher zu leichten Nutzfahrzeugen oder entsprechenden Transportervarianten. Das australische GVM-Upgrade bleibt damit eine Marktnachricht ohne direkte Auswirkung auf Käufer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)