Foxconn – weltweit bekannt als iPhone-Auftragsfertiger – hat im Juni 2026 unter seiner Automobilmarke Foxtron den Elektro-Crossover Cavira vorgestellt. Das Fahrzeug startet zunächst ausschließlich in Taiwan; wann oder ob es nach Europa kommt, ist offiziell nicht bestätigt. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es weder einen Markteintrittstermin noch bestätigte Preise oder Netzinfrastruktur.
Antrieb und Reichweite
Der Cavira misst 4.695 mm in der Länge bei einem Radstand von 2.920 mm – Abmessungen, die dem Tesla Model Y sehr nahekommen. Beide Varianten teilen sich eine 82,7-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP), die als wartungsärmer gilt als herkömmliches Nickel-Mangan-Kobalt und kein Kobalt benötigt.
Die Basisversion Emerge Long-Range Edition leistet 186 kW (249 PS) über einen einzelnen Hinterradantrieb. Der Hersteller gibt eine Reichweite von bis zu 578 km nach WLTC an – das ist der japanisch-internationale Testzyklus, der vom europäischen WLTP-Normverbrauchszyklus abweicht; ein direkter Vergleich mit EU-Fahrzeugen ist daher nur eingeschränkt möglich.
Foxtron Cavira: Der Elektro-Crossover des Foxconn-Tochterunternehmens misst 4.695 mm und richtet sich zunächst an den taiwanischen Markt.
Die Topvariante Pioneer Long-Range Performance Edition kombiniert zwei Elektromotoren mit zusammen 349 kW (468 PS) und beschleunigt in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die WLTC-Reichweite sinkt dabei auf 538 km.
Im Innenraum dominiert ein 15,6-Zoll-Hochkantbildschirm; physische Schalter für die wichtigsten Funktionen sind darunter erhalten geblieben. Serienmäßig sind unter anderem ein 12-Lautsprecher-Soundsystem, Sitzheizung und -belüftung sowie Over-the-Air-Updates.
Europastrategie – und was das für DACH bedeutet
Foxtrons Weg nach Europa führt derzeit über Polen: Eine Partnerschaft mit ElectroMobility Poland soll laut Electrive verbindliche Vereinbarungen für das zweite Halbjahr 2026 liefern. Ein Produktionsanlauf dort könnte mittelfristig den Grundstein für einen EU-Markteintritt legen – doch konkrete DACH-Pläne fehlen vollständig.
Offen bleibt auch, welchen Ladestecker ein mögliches EU-Modell erhalten würde. Für Europa wäre der CCS2-Standard (europäischer Ladestecker-Standard) zwingend, eine entsprechende Bestätigung gibt es nicht. Ebenso unklar sind Förderfähigkeit und Händlernetz: Der deutsche Umweltbonus ist seit dem 17. Dez. 2023 eingestellt; relevant wäre allenfalls die 0,25-Prozent-Dienstwagenregel für Elektroautos bis 70.000 € UVP sowie die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung.
Käufer, die jetzt ein SUV in dieser Größenklasse suchen, finden etablierte Alternativen: VW ID.5, Audi Q4 e-tron oder BMW iX1 stehen bei deutschen Händlern mit bekannten WLTP-Werten, Preisen und Serviceinfrastruktur bereit. Der Foxtron Cavira bleibt vorerst ein Fahrzeug für den taiwanischen Markt – laut Carscoops sollen weitere Märkte folgen, Näheres ist aber nicht bekannt.