Xpeng hat seinen neuen Flaggschiff-SUV GX in China binnen zwölf Stunden rund 25.000 Mal vorbestellt – ein Rekord für die Marke. International sammelte das Modell laut CNC / CarNewsChina über 1.000 Blind-Orders. Für Deutschland, wo Xpeng bereits mehr als 50 Verkaufsstellen betreibt, gibt es bislang keinen Markteinführungstermin – der Nahe Osten kommt zuerst.
Antrieb, Reichweite und Technik
Der GX ist mit 5,27 Metern Länge und 3,12 Metern Radstand ein ausgewachsener Sechssitzer. Xpeng bietet zwei Antriebsvarianten an.
Die EREV-Variante (Range Extender, auch bekannt als serieller Hybrid) kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner als Generator mit zwei Elektromotoren: 160 kW vorne, 210 kW hinten, zusammen 370 kW / 503 PS. Die 63,3-kWh-Batterie erlaubt laut Hersteller 430 km rein elektrisch; mit vollem Tank soll die Gesamtreichweite 1.585 km betragen. Alle Reichweitenangaben gelten nach chinesischem CLTC-Zyklus, der tendenziell optimistischer ausfällt als der europäische WLTP-Normverbrauchszyklus.
Die BEV-Variante (reines Elektroauto) ist mit Hinterradantrieb (270 kW / 367 PS, 91,9-kWh-Akku, 665 km CLTC) oder Allradantrieb (430 kW / 585 PS, 110-kWh-Akku, 750 km CLTC) erhältlich. Beide Versionen nutzen ein 800-Volt-Bordnetz, das schneller lädt als das verbreitetere 400-Volt-System; Xpeng spricht von zwölf Minuten für eine Schnellladung.
Was das für den DACH-Markt bedeutet
Xpeng hat für 2026 keinen Marktstart in Deutschland angekündigt. Laut Automar.pt ist eine Europa-Einführung frühestens 2027 denkbar – und wirtschaftlich sinnvoll nur dann, wenn der GX bei Magna Steyr in Graz (Österreich) gefertigt wird. Eine dort produzierte Variante würde die aktuellen EU-Ausgleichszölle (CVD) auf chinesische Elektroautos von bis zu 36,3 Prozent vermeiden.
Die bestehenden Xpeng-Modelle – G6 ab 43.600 €, G9 ab 59.600 €, P7+ ab 46.600 € – werden in Deutschland weiterhin aus China importiert. Für den GX schätzt Automar.pt einen Einstiegspreis von 85.000 bis 110.000 € (BEV, inklusive 19 % MwSt.). In dieser Preisklasse gilt die günstige 0,25-Prozent-Dienstwagenregelung für Elektroautos nur für Fahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis bis 70.000 € – der GX läge darüber. Der Umweltbonus ist seit dem 17. Dezember 2023 eingestellt. Die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung für Neuzulassungen bleibt jedoch bestehen. In Österreich greift weiterhin der e-Mobilitätsbonus von 5.000 €; die Schweiz kennt keinen Bundesbonus.
Die Nachfragezahlen aus China sind beeindruckend. Ob sie sich auf Europa übertragen lassen, bleibt offen: International kamen erst rund 1.000 Vorbestellungen zusammen – gegenüber fast 25.000 allein auf dem Heimatmarkt in den ersten zwölf Stunden.