Toyota bringt den Hilux ab April 2026 erstmals als rein elektrische Version nach Europa. Das Modell setzt auf zwei Elektromotoren mit Allradantrieb und eine 59,2-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Die Reichweite beträgt laut Toyota.de Hilux BEV 255 bis 257 km nach WLTP (europäischer Normverbrauchszyklus) – im Stadtverkehr sind bis zu 380 km möglich. Für Flottenbetreiber mit festen Depotrouten und täglichen Strecken unter 200 km könnte das reichen.
Antrieb, Laden und Geländetauglichkeit
Die Systemleistung liegt bei 144 kW (196 PS), die beiden Elektromotoren liefern Drehmomente von 205 bzw. 269 Nm. Per CCS2-Schnellladung (europäischer Ladestecker-Standard) lädt der Akku mit bis zu 150 kW Gleichstrom – von 10 auf 80 Prozent dauert das rund 30 Minuten, laut Toyota Newsroom EU.
Die Batterie ist in den Leiterrahmen integriert, um die Struktursteifigkeit und die Geländeeigenschaften zu erhalten. Bodenfreiheit 212 mm, Wattiefe 700 mm – das entspricht dem Niveau der Verbrenner-Versionen. Das System Multi-Terrain Select passt die Antriebskraft an Sand, Schlamm und Fels an. Ob die WLTP-Reichweite im harten Geländebetrieb haltbar ist, bleibt abzuwarten.
Nutzlast und Anhängelast – der entscheidende Unterschied
Hier zeigt sich die wichtigste Einschränkung: Der Hilux BEV trägt 715 kg Nutzlast und zieht maximal 1.600 kg. Der 48-Volt-Mild-Hybrid-Diesel mit 2,8-Liter-Vierzylinder (150 kW / 204 PS, 500 Nm), der ab Herbst 2026 folgt, schleppt bis zu 3.500 kg und lädt bis zu einer Tonne. Für Bau- und Handwerksbetriebe, die schwere Anhänger benötigen, bleibt der Diesel die pragmatischere Wahl.
Preise, Förderung und Marktstart
Konkrete Preise für Deutschland, Österreich und die Schweiz hat Toyota noch nicht bestätigt. Die vorherige Hilux-Generation startete in Deutschland bei rund 46.400 Euro; der BEV dürfte spürbar teurer werden. Der deutsche Umweltbonus wurde zum 17. Dezember 2023 eingestellt und steht damit nicht mehr zur Verfügung. Als Dienstwagen profitieren gewerbliche Nutzer jedoch von der 0,25-Prozent-Regelung – sofern der Listenpreis 70.000 Euro nicht übersteigt. In Österreich gilt ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für Unternehmen; in der Schweiz gibt es keine Bundesförderung.
Bestellungen sollen ab Frühjahr 2026 möglich sein. Der 48-Volt-Hybrid folgt im Herbst 2026, eine Brennstoffzellenversion (FCEV) ist für 2028 geplant. Als direkte europäische Alternative positioniert sich der Isuzu D-Max EV – ein Preisvergleich ist erst möglich, wenn Toyota die Konfigurationsdetails freigibt.