Der neue Škoda Peaq kommt im zweiten Halbjahr 2026 mit bis zu 600 km WLTP-Reichweite und sieben Sitzen – der Einstieg kostet nach BAFA-Förderung rund 46.000 Euro.

Škoda bringt mit dem Peaq seinen bislang größten Elektro-SUV auf den Markt. Das Fahrzeug feiert am 23. Juni 2026 in Monnetier-Mornex (Frankreich) Weltpremiere; Bestellungen sind ab August 2026 möglich. Der Einstiegspreis des Peaq 60 liegt bei rund 52.000 Euro UVP – nach dem seit 19. Mai 2026 geltenden BAFA-Umweltbonus von 6.000 Euro ergibt sich ein Nettopreis von etwa 46.000 Euro, sofern der Listenpreis unter der Fördergrenze von 70.000 Euro bleibt.

Antrieb, Reichweite und Laden

Drei Varianten stehen zur Wahl. Der Peaq 60 trägt einen 63-kWh-Akku (Brutto) und kommt nach europäischem Normverbrauchszyklus (WLTP) auf 460 km; die Motorleistung beträgt 150 kW / 204 PS. Die beiden größeren Versionen Peaq 90 (210 kW / 286 PS, Hinterradantrieb) und Peaq 90x (220 kW / 299 PS, Allradantrieb) teilen sich einen 91-kWh-Akku (86 kWh nutzbar) und erreichen laut Hersteller 600 km WLTP. Das Laden per europäischem Ladestecker-Standard (CCS2) dauert beim Peaq 90 und 90x weniger als 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent; die maximale DC-Ladeleistung beträgt 195 kW. Die Preise liegen beim Peaq 90 bei rund 55.000 Euro, beim Peaq 90x bei 57.000 bis 58.000 Euro (jeweils inkl. 19 % MwSt).

Škoda Peaq: Die schwebende Mittelkonsole mit integrierten Magnet-Ladepads schafft zusätzlichen Freiraum zwischen den Vordersitzen.Škoda Peaq: Die schwebende Mittelkonsole mit integrierten Magnet-Ladepads schafft zusätzlichen Freiraum zwischen den Vordersitzen.

Das Fahrzeug basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns und wird im tschechischen Mladá Boleslav produziert. Mit 4,87 m Länge und einem Radstand von 2,965 m gehört der Peaq zu den größten Modellen im Škoda-Programm.

Innenraum und Ausstattung

Škoda setzt beim Peaq auf das sogenannte Lodge-Konzept: Der Innenraum kombiniert weiche Textilstoffe mit robusten Materialien für den Alltag. Auffälligster Unterschied zu bisherigen Škoda-Modellen ist das vertikal angeordnete Infotainment-Display im Zentrum der Instrumententafel. Physische Bedienelemente für Klimaanlage und Lautstärke bleiben erhalten – ein klares Signal gegen die vollständige Touchscreen-Bedienung, die viele Wettbewerber eingeführt haben.

Die schwebend gestaltete Mittelkonsole schafft Stauraum zwischen Fahrer und Beifahrer. Magnetische Ladefelder für Smartphones sind integriert; einstellbare Armlehnen erleichtern die Bedienung des großen Bildschirms. Im Fünfsitzer-Modus fasst der Kofferraum 1.010 Liter; beim optionalen Siebensitzer sinkt das Ladevolumen auf 299 Liter.

Das Lodge-Interieurkonzept des Peaq kombiniert textile Oberflächen mit strapazierfähigen Materialien – ausgelegt auf den Familienalltag.Das Lodge-Interieurkonzept des Peaq kombiniert textile Oberflächen mit strapazierfähigen Materialien – ausgelegt auf den Familienalltag.

Förderung und Wettbewerb

Für Dienstwagennutzer gilt die 0,25-Prozent-Regelung, solange der Listenpreis 70.000 Euro nicht übersteigt – alle drei Peaq-Varianten fallen aktuell darunter. Hinzu kommt die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung ab Erstzulassung. In Österreich besteht ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro; in der Schweiz gibt es keinen vergleichbaren Bundesbonus.

Im direkten Wettbewerb stehen Peugeot e-5008, Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 und Mercedes EQB. Der Peaq 60 positioniert sich preislich nach Förderung unterhalb der meisten Siebenplätzer im Segment. Finale Ausstattungspakete und die offizielle deutsche Preisliste werden Škoda zur Premiere Ende Juni veröffentlichen, laut Automobilsalon Bellemann. Reale WLTP-Validierungsdaten aus der Serienproduktion stehen noch aus, berichtet InsideEVs.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)