Ein fehlerhaftes OTA-Update löste massenhaft Fehlermeldungen zur 12-Volt-Batterie aus. BMW bestätigt: Die Hochvoltbatterie ist nicht betroffen, ein Werkstattbesuch ist nicht nötig.

Tausende BMW-i4-Fahrer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sahen in den vergangenen Tagen eine beunruhigende Meldung auf dem Armaturendisplay: Die Batterie solle geprüft oder gewechselt werden. BMW hat die Ursache inzwischen identifiziert – es handelt sich um einen Softwarebug, der nach einem OTA-Update (Over-the-Air-Update, kabellose Softwareaktualisierung) ausgelöst wurde. Fahrer müssen weder die Werkstatt aufsuchen noch eine Batterie tauschen lassen.

Was hinter der Fehlermeldung steckt

Laut BMW hat ein falsches Datum in einer fahrzeuginternen Systemkomponente dazu geführt, dass eine Check-Control-Meldung irrtümlich angezeigt wurde. Betroffen ist ausschließlich die 12-Volt-Bordbatterie – also das Hilfssystem, das Steuergeräte, Beleuchtung und Infotainment versorgt. Die Hochvoltbatterie, der eigentliche Traktionsakku des Elektrofahrzeugs, ist nach BMW-Angaben vollständig unberührt.

Das ist eine wichtige Unterscheidung: Während der Tausch einer Hochvoltbatterie je nach Modell fünfstellige Beträge kosten kann, ist eine 12-Volt-Batterie ein vergleichsweise günstiges Verschleißteil. Die Fehlermeldung erlaubt das Weiterfahren ohne Einschränkungen – ein weiteres Indiz dafür, dass kein sicherheitsrelevantes Problem vorliegt.

BMW i4: Die Fehlermeldung zur 12-Volt-Batterie ist auf einen Softwarebug nach einem OTA-Update zurückzuführen – die Hochvoltbatterie ist nicht betroffen.BMW i4: Die Fehlermeldung zur 12-Volt-Batterie ist auf einen Softwarebug nach einem OTA-Update zurückzuführen – die Hochvoltbatterie ist nicht betroffen.

Händler bestätigen: Anrufschwemme, aber kein Servicetermin nötig

BMW-Händler in Deutschland berichten laut MOTOR-TALK Forum von einer hohen Zahl besorgter Anrufe. Einzelne Servicecenter sollen innerhalb von 24 Stunden mehr als 50 Kundenmeldungen zu diesem Thema erhalten haben. Die Betriebe informierten die Kunden dabei einheitlich: Servicetermin absagen, Fahrzeug weiter nutzen, auf das Software-Update warten.

Die MyBMW-App hat viele betroffene Fahrzeughalter bereits aktiv benachrichtigt, wie im BMW-Syndikat Nutzerforum dokumentiert ist. In Diskussionen wird unter anderem die Softwareversion 03/2026.54 als Auslöser genannt, eine offizielle Bestätigung dieser Versionsnummer durch BMW steht jedoch aus.

Betroffene Modelle und Update-Zeitplan

Am häufigsten tritt die Fehlermeldung bei BMW i4-Modellen auf, die weltweit in großer Stückzahl verkauft wurden. Ebenfalls betroffen soll der BMW i3 sein – wobei unklar bleibt, welche Variante genau gemeint ist. Der ursprüngliche i3-Hatchback (Baujahre 2013–2022) unterstützte keine OTA-Updates für sicherheitskritische Systeme. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass es sich um den chinesischen BMW i3 handelt – eine langgestreckte Elektro-Limousine auf Basis der 3er-Reihe, die in Europa kaum verbreitet ist.

BMW arbeitet nach eigenen Angaben mit hoher Priorität an einem Softwarefix. Nach dessen Einspielung soll die Fehlermeldung automatisch verschwinden. Einen konkreten Rollout-Termin hat BMW bislang nicht kommuniziert. Fahrer, die die Meldung aktuell sehen, müssen keine weiteren Schritte unternehmen.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)