Die nächste Generation des Mazda MX-5, intern als NE bezeichnet, könnte der letzte Roadster der Baureihe mit reinem Verbrennungsmotor werden. Laut übereinstimmenden Berichten, unter anderem laut Motor1, ist ein Prototyp bereits im Bau; der Marktstart wird für den Zeitraum 2028 bis 2030 erwartet. Anschließend dürfte die EU-CO₂-Regulierung ab 2035 eine vollständige Elektrifizierung erzwingen.
Antrieb, Gewicht und Technik
Als Motor ist ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Saugmotor der neuen Skyactiv-Z-Familie vorgesehen – ein Aggregat, das Mazda offiziell zunächst Ende 2027 im neuen CX-5 einsetzen will, wie der Mazda Newsroom bestätigt. Für den MX-5 NE würde der Motor durch ein Hybridsystem ergänzt. Welche Form dieses annimmt, steht noch nicht fest: Ein 48-Volt-Mildhybrid gilt als Mindestlösung, ein Vollhybrid oder Plug-in-Hybrid sind laut Mazda Europas Design-Direktor ebenfalls nicht ausgeschlossen.
Das Sechsgang-Schaltgetriebe bleibt gesetzt – das ist eine der wenigen Konstanten, die Mazda öffentlich bestätigt hat. Ebenso das Zielgewicht: Die Ingenieure peilen ein Leergewicht von unter 1.000 kg an, obwohl neue Sicherheitsvorschriften und Hybridkomponenten die Konstruktion erschweren. Gelingt das, wäre es eine beachtliche Ingenieurleistung im Segment der kompakten Sportwagen.
Aktuelles Modell und DACH-Kontext
Der heutige MX-5 ND ist in Deutschland im Modelljahr 2027 sofort bestellbar. Der 1,5-Liter-Saugmotor mit 100 kW / 136 PS beginnt bei rund 23.000 Euro, der 2,0-Liter mit 135 kW / 184 PS startet bei etwa 33.000 Euro – jeweils inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Der WLTP-Kombinationsverbrauch liegt bei 6,1 Litern auf 100 km, der CO₂-Ausstoß bei 139 g/km (Schadstoffklasse E). Ein Umweltbonus existiert für Benziner nicht; seit Dezember 2023 ist der staatliche Fördertopf ohnehin eingestellt.
Preise und Ausstattung für die NE-Generation sind noch nicht kommuniziert. Angesichts des erweiterten Hubraums und der Hybridkomponenten ist ein spürbarer Aufpreis gegenüber dem aktuellen ND wahrscheinlich.
Elektrifizierung nach 2035
Sollte der MX-5 NE bis Mitte der 2030er-Jahre produziert werden, endet danach die Ära des Verbrenners in diesem Modell – sofern die EU-CO₂-Regelung wie geplant ab 2035 in Kraft bleibt. Eine Ausnahme für synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) existiert formal, ist aber an strenge Bedingungen geknüpft und für ein Nischenmodell wie den MX-5 wirtschaftlich unsicher.
Was dann kommt, bleibt offen. Ein elektrischer Roadster mit dem Gewichts- und Fahrdynamik-Anspruch des MX-5 stellt Entwickler vor grundsätzliche Herausforderungen – Akkus wiegen, das ist physikalisch unvermeidbar. Mazda hat zu einem rein elektrischen MX-5 bislang keine konkreten Aussagen gemacht.