Dacia greift den deutschen Kombi-Markt mit einem konkreten Preisargument an: Der neue Striker startet unter 25.000 Euro (inkl. 19 % MwSt) und kostet damit rund 3.500 Euro weniger als der Skoda Octavia Combi (ab 28.490 Euro). Mit 4,62 Metern Länge, 600 Litern Kofferraumvolumen und einer Allrad-Option positioniert sich der Striker direkt zwischen Golf Variant und Octavia – ohne Diesel, dafür mit Vollhybrid und LPG.
Antrieb, Maße und Verbrauch
Dacia bietet den Striker in drei elektrifizierten Antriebsvarianten an. Der Einstieg erfolgt mit dem Mild Hybrid-G 140: ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit 48-Volt-Mild-Hybrid-System (48V-Startergenerator zur Unterstützung beim Anfahren) und 0,8 kWh-Pufferbatterie – wahlweise mit Benzin oder Flüssiggas (LPG) betreibbar. Wer dauerhaft günstig tanken will, findet hier eine klassische Kalkulationsgrundlage.
Darüber rangiert der Hybrid 155 (114 kW / 155 PS): Ein 1,8-Liter-Benziner (80 kW / 109 PS) arbeitet mit zwei Elektromotoren (je 36 kW / 49 PS) und einer 1,4-kWh-Batterie zusammen. Das Getriebe ist eine stufenlose Multi-Mode-Automatik. Dacia gibt vorläufig CO₂-Emissionen von unter 100 g/km an – die finalen WLTP-Werte (europäischer Normverbrauchszyklus) folgen nach der EU-Typgenehmigung vor dem Marktstart.
Den Allrad übernimmt der Hybrid 150 4×4 (110 kW / 150 PS): Vorderachse wie beim Hybrid 155, an der Hinterachse sitzt ein separater Elektromotor mit 23 kW / 31 PS. Bodenfreiheit: 20 cm (4×4) bzw. 19 cm (Frontantrieb). Fünf Fahrmodi – darunter Mud/Sand und Off-Road – stehen zur Verfügung.
Die Karosserie misst 1,53 Meter in der Höhe – flacher als der Bigster (1,71 m) und höher als der Octavia Combi (1,49 m). Luftwiderstandsbeiwert: cw 0,29. Serienmäßig sind 17-Zoll-Räder, optional 18 oder 19 Zoll.
Dacia Striker: Der neue Kombi kombiniert erhöhte Bodenfreiheit mit flacher Dachlinie und T-förmigen LED-Scheinwerfern.
Ausstattung und Innenraum
Schon die Basisversion trägt ein digitales Kombiinstrument (LightVisio) und einen 10,1-Zoll-Touchscreen. Höhere Ausstattungslinien – Essential, Expression, Extreme und Journey – ergänzen Online-Navigation (Media Nav Live), acht Jahre Kartenupdates und ein Arkamys-3D-Soundsystem mit sechs Lautsprechern. Praktisch: modulare Mittelkonsole, YouClip-Halterungen, Panoramadach und bei Bedarf ein berührungsloses Öffnen der Heckklappe. Klappt man die Rücksitzlehnen um, entsteht eine ebene Ladefläche.
Sicherheitsassistenten wie automatische Notbremsung, adaptiver Tempomat und Spurhalteassistent gehören zum Serienumfang – entsprechend der europäischen GSR2-Norm.
Dacia Striker Innenraum: Dreigliedrige Armaturentafel mit 10,1-Zoll-Display und digitalem Kombiinstrument bereits in der Basisversion.
Marktstart und Förderung
Bestellungen in Deutschland sind ab Oktober 2026 möglich, erste Auslieferungen folgen im Dezember 2026, laut MS Aktuell. Genaue Trimpreise pro Ausstattungslinie stehen noch aus – sie werden mit der Homologation veröffentlicht.
Den Umweltbonus gibt es seit Dezember 2023 nicht mehr. Der Hybrid 155 könnte jedoch von der 10-jährigen Kfz-Steuer-Befreiung profitieren, sofern die finalen CO₂-Werte unter 100 g/km bleiben – das entscheidet die WLTP-Typprüfung. In Österreich gilt ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für Voll-Elektrofahrzeuge; für Hybride wie den Striker greift dieser nicht. In der Schweiz existiert kein Bundesbonus für Hybridfahrzeuge.
Zum Vergleich: Der Octavia Combi startet laut AutoColumn bei 28.490 Euro, der Golf Variant liegt deutlich über 30.000 Euro. Dacia hält den Preisabstand damit strukturell – auch ohne staatliche Förderung.