Der Kia Syros EV ist ab Juli 2026 ausschließlich in Indien erhältlich. Europa bekommt stattdessen das Schwestermodell EV2 – Preise und WLTP-Reichweite sind noch offen.

Kia hat den Syros EV am 23. Juli 2026 in Indien eingeführt – ein kompakter Elektro-SUV, der in Europa nicht erhältlich sein wird. Das Modell basiert auf der K1-Plattform und teilt seine Technik mit dem Hyundai Creta Electric. Für den europäischen Markt ist das Schwestermodell Kia EV2 geplant, zu dem Preise und genaue Spezifikationen bislang nicht bestätigt sind.

Antrieb und Reichweite

Der Syros EV wird in zwei Batterievarianten angeboten: 42 kWh und 51,4 kWh. Die kleinere Variante leistet 99 kW (135 PS) bei 255 Nm Drehmoment; die größere kommt auf 126 kW (171 PS) bei gleichem Drehmoment. Laut Kia beschleunigt die stärkere Version in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die angegebene Reichweite bezieht sich auf den indischen ARAI-Zyklus (nicht WLTP, dem europäischen Normverbrauchszyklus): 443 km für das 42-kWh-Modell und 526 km für die 51,4-kWh-Variante. Welche WLTP-Werte das verwandte EV2-Modell für Europa erreichen wird, ist noch nicht bekannt – WLTP-Werte liegen erfahrungsgemäß deutlich unter ARAI-Angaben.

Beim Laden unterstützt der Syros EV Wechselstrom mit bis zu 11 kW sowie Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 100 kW. Das 42-kWh-Paket lädt mit 7,4 kW in rund sechs Stunden voll; mit 11 kW in etwa vier Stunden. Die 51,4-kWh-Batterie benötigt bei gleicher Leistung 7 Stunden 15 Minuten beziehungsweise 4 Stunden 50 Minuten. Beide Varianten erreichen an einer 100-kW-Gleichstromstation den Ladestand von 10 auf 80 Prozent in rund 39 Minuten.

Ausstattung und Design

Äußerlich unterscheidet sich der Syros EV kaum vom Verbrenner-Pendant. Erkennbar ist die Elektroversion an der Ladeklappe am vorderen Kotflügel, EV-Emblemen und neuen Leichtmetallfelgen. Im Innenraum wurde die Mittelkonsole überarbeitet: mehr Stauraum, ausziehbare Becherhalter, der Fahrwahlschalter wanderte an die Lenksäule.

Zur Serienausstattung gehören zwei 12,3-Zoll-Displays, ein separater 5-Zoll-Klimabildschirm, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, ein Harman-Kardon-Soundsystem mit acht Lautsprechern sowie ein Panoramadach. Praktisch: ein 16-Liter-Frunk (vorderer Kofferraum) und eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L, Stromversorgung externer Geräte). Das Fahrassistenzsystem entspricht Level 2 (teilautomatisiertes Fahren mit Fahrer-Überwachungspflicht).

EV2 als europäische Alternative

Der Syros EV ist ausschließlich für den indischen Markt bestimmt, wo Kia ihn lokal produziert. Wie Electrek berichtet, erhalten Europa und Großbritannien stattdessen den Kia EV2, der ebenfalls auf der K1-Plattform aufbaut. In Großbritannien soll der EV2 ab umgerechnet rund 28.500 Euro starten; DACH-Preise und ein konkreter Markteinführungstermin stehen noch aus.

Der Einstiegspreis des Syros EV in Indien liegt bei umgerechnet etwa 22.000 Euro – allerdings ohne die in Europa anfallenden Steuern und Homologationskosten. Welche Förderungen für den EV2 in Deutschland greifen könnten, hängt vom endgültigen Listenpreis ab: Die 0,25-Prozent-Dienstwagenregelung gilt für Elektrofahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis bis 70.000 Euro.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)