Der Lancia Gamma kommt ab Frühjahr 2027 nach Deutschland und Österreich – als Hybrid oder reines Elektroauto, gebaut in Melfi, Italien, ab geschätzten 40.000 Euro.

Lancia hat den neuen Gamma offiziell vorgestellt – als Fastback-Crossover auf der Stellantis-Plattform STLA Medium, produziert im italienischen Melfi. Die Bestellbücher öffnen nach dem Sommer 2026, erste Auslieferungen in Europa folgen Ende 2026 bis Anfang 2027. Für Deutschland und Österreich ist der Marktstart für Frühjahr 2027 geplant, wie Motor1 berichtet.

Antrieb und Reichweite

Der Gamma ist in vier Varianten erhältlich. Den Einstieg bildet ein 145-PS-Hybrid (107 kW) mit einer Reichweite von über 1.000 km. Das Elektro-Lineup umfasst drei Stufen: 230 PS (170 kW) mit 540 km, 245 PS (180 kW) mit über 740 km sowie ein Allradmodell mit 375 PS (276 kW) und 675 km – alle Werte nach WLTP-Zyklus (EU-Normtest). Das Topmodell mit der größten Reichweite dürfte mit einem 97-kWh-Akku bestückt sein. Geladen wird über CCS2, den europäischen Gleichstrom-Standard.

Mit 4.670 mm Länge und 1.890 mm Breite bewegt sich der Gamma im Bereich von Peugeot 3008 und Opel Grandland – beide ebenfalls auf der STLA-Medium-Plattform. Das abfallende Heckfenster, versenkbare Türgriffe vorne und aerodynamische Spoilerlippen an den Seiten sollen den Luftwiderstand reduzieren.

Preise und Steuervorteile in Deutschland

Carvira schätzt die Preise auf 40.000 bis 65.000 Euro, wobei die Standard-Elektrovariante zwischen 45.000 und 50.000 Euro liegen dürfte. Das Topmodell HF könnte bis zu 72.000 Euro kosten. Offizielle Preise will Stellantis in den kommenden Monaten bekannt geben.

Einen staatlichen Umweltbonus gibt es in Deutschland seit dem 17. Dezember 2023 nicht mehr. Dienstwagenfahrer profitieren jedoch weiterhin von der 0,25-Prozent-Versteuerungsregel für Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 70.000 Euro – das macht die günstigeren EV-Varianten des Gamma besonders attraktiv für Firmenwagenkunden. Dazu kommt eine zehnjährige Kfz-Steuer-Befreiung für Elektrofahrzeuge ab Erstzulassung. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Förderregelungen; eine abschließende Übersicht steht noch aus.

Wettbewerb und Marktpositionierung

Im Premium-D-Segment trifft der Gamma auf Audi Q5 Sportback, BMW iX2 M Sport und den DS 7. Gegenüber dem Alfa Romeo Tonale – ebenfalls aus dem Stellantis-Konzern – positioniert sich der Gamma eine Klasse höher. Das Interieur zeigt viel Leder, ein breites Multimedia-Display mit seitlich integrierter Klimasteuerung sowie physische Tasten unterhalb der Belüftungsdüsen. Eine halbkreisförmige Fläche für kabelloses Laden ist ebenfalls an Bord.

Stellantis testet derzeit Vorserienprototypen auf öffentlichen Straßen. Zur Pariser Motorshow im Oktober 2026 soll der Gamma als europäisches Messeauto zu sehen sein. Technische Endspezifikationen und offizielle Preise folgen in den nächsten Monaten.

Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)