Der Denza Z9 GT ist seit April 2026 in Deutschland bestellbar – zu einem Einstiegspreis von 115.000 Euro inkl. 19 % MwSt. Gleichzeitig rollte BYDs Premiummarke in China ein Software-Update aus, das den Elektro-Shooting-Brake zu autonomen Driftmanövern befähigt. In Deutschland kommt diese Funktion vorerst nicht an.
Antrieb, Reichweite und Laden
Der Z9 GT fährt elektrisch mit einem Tri-Motor-System: ein Frontmotor mit 227 kW (308 PS) und zwei Heckantriebsmotoren mit je 306 kW (416 PS). Die Systemleistung beträgt rund 838 kW (1.139 PS) bei 1.210 Nm Drehmoment. Als Energiespeicher dient eine 122,5-kWh-Blade-Battery-2.0-Einheit (BYDs strukturintegrierter LFP-Akkupack). Die nach dem europäischen WLTP-Normverbrauchszyklus ermittelte Reichweite liegt bei 599 km.
Für das Laden bewirbt BYD die sogenannte Flash-Charging-Technologie mit bis zu 1.500 kW Ladeleistung, die den Akkustand von 10 auf 70 % in rund fünf Minuten bringen soll. Der Rollout entsprechender Flash-Charging-Stationen in Deutschland und der DACH-Region ist zwar angekündigt, doch bestätigte Standorte gibt es Stand Juni 2026 noch keine. An herkömmlichen Schnellladesäulen lädt das Fahrzeug über den in Europa üblichen CCS2-Stecker (europäischer Ladestecker-Standard).
Denza Z9 GT: Der Elektro-Shooting-Brake von BYDs Premiummarke kommt mit Tri-Motor-Antrieb und 122,5-kWh-Akku nach Deutschland.
Die Drift-Funktion und die Rechtslage
In China können Z9-GT-Besitzer per OTA-Update (Over-the-Air-Softwareaktualisierung) einen autonomen Drift-Modus freischalten. Die Bedienung erfolgt über den Zentralbildschirm: Der Fahrer zeichnet eine Figur, das Fahrzeugsystem berechnet daraus Trajektorie und Schräglaufwinkel und steuert Drehmomentverteilung sowie Achsdruck eigenständig. Das Auto folgt dem vorgegebenen Muster – ohne aktive Lenkeingriffe des Fahrers.
Für Deutschland ist diese Funktion nicht freigegeben, und ein Einführungsdatum wurde nicht genannt. Der Grund liegt im deutschen Straßenverkehrsrecht: Die StVZO sowie das Straßenverkehrsgesetz erlauben autonome Fahrzeugoperationen nur unter klar definierten Bedingungen – ein spontaner Querfahrt-Modus auf öffentlichen Straßen fiele nicht darunter. BYD formuliert es selbst vorsichtig und spricht davon, dass Regierungen entsprechende Gesetze „irgendwann" anpassen könnten, laut BYD Official Newsroom – März 2026.
Preise, Förderung und Wettbewerb
Mit 115.000 Euro positioniert sich der Z9 GT auf dem Niveau des Porsche Panamera (ab ca. 116.400 Euro). Der deutsche Umweltbonus wurde zum 17. Dezember 2023 eingestellt und greift hier ohnehin nicht, da die Fördergrenze bei 45.000 Euro Netto-Listenpreis lag. Als Dienstwagen profitiert der Z9 GT von der 0,25-%-Versteuerungsregel für Elektrofahrzeuge bis 70.000 Euro UVP – bei 115.000 Euro entfällt auch dieser Vorteil.
In Österreich besteht weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für private Käufer, in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus. Erste Bestellungen nimmt Denza über ausgewählte BYD-Händler entgegen; konkrete Lieferfristen wurden bislang nicht kommuniziert.
Der Z9 GT bringt beeindruckende Hardware mit – die spannendere Softwarefunktion bleibt vorerst ein chinesisches Privileg, berichtet Electrek – April 2026.