Ab September 2026 stellt Subaru das e-BOXER-Mildhybridprogramm ein. In Deutschland ändert sich das Modellangebot spürbar – Crosstrek fährt künftig nur noch mit dem neuen S:HEV-Vollhybridsystem.

Subaru beendet im September 2026 die Entwicklung des e-BOXER-Mildhybrids und ersetzt ihn durch das Vollhybridsystem S:HEV. Das ist keine schrittweise Veränderung, sondern ein klarer Strategiewechsel: Der Hersteller sortiert sein Antriebsportfolio in drei Säulen – konventioneller Benziner, Vollhybrid und Elektro. Ausgelöst wurde die Entscheidung durch verschärfte EU-Emissionsvorschriften und den geplanten Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis 2035.

Modellpalette in Deutschland: Wer bekommt was?

Das e-BOXER-System, das 2018 in Japan debütierte und danach auf europäischen Märkten eingeführt wurde, war bisher in Impreza, Crosstrek und Forester verfügbar – nie jedoch in Nordamerika, Levorg, Outback, WRX oder BRZ.

Im deutschen Markt ergibt sich durch den Ausstieg folgendes Bild:

- Impreza bleibt rein benzinbetrieben. - Crosstrek wechselt vollständig auf S:HEV – kein anderer Antrieb mehr. - Forester und Levorg Layback bieten die Wahl zwischen dem 1,8-Liter-Turbobenziner und dem neuen S:HEV. - Outback, WRX und BRZ bleiben konventionell – WRX und Levorg mit 2,4-Liter-Turboxer, BRZ mit Saugmotor.

Konkrete Verkaufsstarttermine für S:HEV-Varianten in Deutschland hat Subaru bislang nicht offiziell kommuniziert. Der Modelljahrgang 2025/2026 dürfte den Übergang markieren.

S:HEV: Vollhybrid mit Toyota-Technik und Subaru-Allrad

Der S:HEV-Antrieb kombiniert einen 2,5-Liter-Vierzylinder-Boxermotor mit 160 PS (118 kW) und einem Elektromotor mit 119,6 PS (88 kW). Die 1,1-kWh-Batterie stammt aus Toyota-Entwicklung – Subaru setzt damit auf bewährte Hybridtechnik aus dem Konzernverbund. Das System soll gegenüber dem e-BOXER rund 20 Prozent effizienter sein; die angegebene Reichweite liegt laut WLTC-Zyklus (japanischer Testzyklus, mit dem europäischen WLTP vergleichbar) bei über 1.000 km.

Wichtig für alle Subaru-Käufer: Das mechanische Allradsystem Symmetrical AWD bleibt erhalten. Anders als bei Toyota-Hybriden kommt kein elektrisches E-Four-System zum Einsatz, sondern weiterhin ein mechanisch gekoppelter Allradantrieb.

Elektro-Offensive läuft parallel

Unabhängig vom Hybridwechsel baut Subaru sein Elektroauto-Angebot aus. Solterra und Uncharted sind bereits erhältlich; der E-Outback soll in Deutschland im ersten Quartal 2026 folgen. Alle drei Modelle basieren auf der e-Subaru-Global-Platform, die gemeinsam mit Toyota entwickelt wurde und ebenfalls Symmetrical AWD integriert.

Für Sportwagen-Fans: Subaru bestätigte drei neue Modelle mit Verbrennungsmotor und Schaltgetriebe – darunter ein WRX-Fließheck, ein WRX-Sedan der neuen Generation und ein überarbeiteter BRZ. Förderungen durch den Umweltbonus sind seit dem 17. Dezember 2023 eingestellt; in Österreich besteht weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge, in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)